Dormitz, ein kleines Dorf im Landkreis Forchheim in Bayern, verfügt über eine der wohl schönsten Landkirchen in Franken. Nicht nur die Bauornamentik des Gebäudes, sondern auch die prächtige Ausstattung mit Kunstwerken und die höchst qualitätvoll gearbeitete Stuckdecke machen sie zu einem wahren Schmuckstück unter den fränkischen Kirchen. Als sich im November 2017 ein Teil der Stuckdecke löste und zu Boden stürzte, begannen die Planungen und Vorbereitungen zu umfassenden Sanierungsmaßnahmen, die 2020 begonnen wurden.
Die Dormitzer Pfarrkirche "Zu Unserer Lieben Frau" existiert bereits seit ca. 1400. Über diesen ersten Bau ist jedoch wenig bekannt. In einer zweiten Bauperiode um 1490/1500 wurde der ursprüngliche Bau erweitert und der Turm mit einem Turmkranz versehen. Dazu kamen ein Dachreiter und eine Schatzkammer. Nach Verwüstung und Raub der Kunstgegenstände durch die Schweden erfolgte ab 1716 die dritte und letzte Bauphase deren Abschluss die Anfertigung der Stuckdecke darstellt.
Mit der Ausarbeitung der Stuckdecke konnten 1723 zwei Künstler gewonnen werden: Georg Sebastian Urlaub wurde mit der Ausführung der Malereien und Johann Jacob Vogel mit der Anfertigung des Stuckdekors beauftragt.
In dem Video wollen wir Sie virtuell auf eine Führung durch unsere Kirche mitnehmen und Ihnen Einblicke in die Sanierung geben. Ebenso werden Ihnen die Arbeiten Urlaubs und Vogels näher vorgestellt und Sie bekommen einmalige Ansichten der Stuckdecke, die nur aufgrund der Sanierungsmaßnahmen möglich sind.
Hier können Sie ab dem 13.9. 2020 an einer virtuellen Führung durch die Dormitzer Pfarrkirche teilnehmen: https://youtu.be/S4uHi24QT2Q.